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Sudoku schneller lösen

Wer seine Zeiten verbessern will, versucht meist, schneller zu schauen. Das bringt wenig. Der Unterschied zwischen fünfzehn und sieben Minuten liegt in der Reihenfolge: gute Löser suchen nicht schneller, sie suchen an weniger Stellen. Die folgenden Gewohnheiten sind nach Wirkung sortiert, nicht nach Aufwand.

Bei der vollsten Einheit anfangen

Beginnen Sie immer bei der Zeile, Spalte oder dem Block mit den meisten Ziffern. Dort bleiben die wenigsten Möglichkeiten, also ist die Trefferquote am höchsten. Wer stattdessen von links oben nach rechts unten arbeitet, verbringt die Hälfte der Zeit in Bereichen, in denen noch nichts entschieden werden kann.

Ziffer für Ziffer statt Feld für Feld

Nehmen Sie eine Ziffer, zum Beispiel die Sieben, und gehen Sie mit ihr durch alle neun Blöcke: wo kann sie noch stehen? Häufig bleibt in einem Block genau ein Feld. Dieses Vorgehen ist deutlich schneller als jedes Feld einzeln zu prüfen, weil Sie die Positionen der Sieben schon im Kopf haben und nicht für jedes Feld neu einlesen müssen.

Notizen mit Maß

Bei leichten Rastern kosten vollständige Kandidatennotizen mehr Zeit als sie sparen – man notiert für die meisten Felder etwas, was man nie braucht. Ab Mittel lohnen sie sich, aber gezielt: notieren Sie dort, wo zwei oder drei Kandidaten übrig sind, nicht überall. Am Bildschirm nehmen automatische Notizen die Buchführung ab, und genau darin liegt der Zeitgewinn.

Die eine Technik mit dem größten Ertrag

Wenn Sie eine einzige Technik über das Absuchen hinaus lernen wollen, lernen Sie gesperrte Kandidaten: wenn eine Ziffer in einem Block nur in einer Zeile möglich ist, kann sie in dieser Zeile außerhalb des Blocks nicht stehen. Das Muster ist leicht zu sehen, kommt in fast jedem mittleren und schweren Rätsel mehrfach vor und bringt mehr Fortschritt als jede exotische Kette.

Tempo als Nebenprodukt

Zwei letzte Punkte, die unspektakulär klingen und viel bewirken. Erstens: nach jedem Eintrag kurz die drei betroffenen Einheiten anschauen – ein Eintrag löst oft den nächsten sofort aus, und dieser Blick spart das späte Wiederfinden. Zweitens: nicht Tempo üben, sondern Muster. Wer auf der eigenen Stufe zwanzig Rätsel löst, wird ohne jedes Zeittraining schneller, weil er die Stellen erkennt, an denen etwas zu holen ist.

Gezielt üben

Der Lernpfad bringt die Techniken in eine sinnvolle Reihenfolge; die Bestenliste zeigt, was auf jeder Stufe möglich ist.

Häufige Fragen

Wie schnell ist ein gutes Sudoku-Ergebnis?

Als Anhaltspunkt: leicht unter fünf Minuten, mittel unter zehn, schwer unter zwanzig. Weltklasse-Löser schaffen ein mittleres Raster in unter drei Minuten, aber das ist ein eigener Sport mit sehr viel Übung.

Machen automatische Notizen schneller?

Ja, weil die Buchführung wegfällt und keine veralteten Kandidaten übrig bleiben. Für das Lernen ist es allerdings nützlicher, Notizen eine Zeit lang selbst zu führen – man sieht dann, welche Kandidaten wirklich zählen.

Soll ich auf Zeit spielen, um schneller zu werden?

Nur begrenzt. Zeitdruck verleitet zum Raten, und ein geratenes Raster kostet am Ende mehr Zeit als sorgfältiges Lösen. Schneller wird man durch Mustererkennung, nicht durch Eile.

Welche Reihenfolge ist beim Suchen die beste?

Erst die Einheit mit den meisten Ziffern, dann Ziffer für Ziffer durch die Blöcke, und nach jedem Eintrag die drei betroffenen Einheiten kurz nachprüfen. Diese drei Gewohnheiten bringen mehr als jede einzelne Technik.

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